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Horst Warncke
Beiträge: 4 | Punkte: 12 | Zuletzt Online: 14.12.2016
Name
Horst
E-Mail:
howa@oticon.com
Geburtsdatum
8. November 1958
Beschäftigung
Leiter Audiologie Oticon GmbH, Hamburg
Hobbies
Musik (Singen, Gitarre, Mandoline), Fotografie
Wohnort
Warncke
Registriert am:
02.06.2016
Geschlecht
männlich
Titel
keine Angabe
Lübeck Klasse
keine Angabe
    • Horst Warncke hat einen neuen Beitrag "Oticon Opn - IFTTT.com Szenarios" geschrieben. 13.12.2016

      Hallo Herr Most,

      vielen Dank für diesen Beitrag, mit dem Sie viel offene Türen einrennen:-)
      Z.B.

      - Laborbedingungen, hier arbeiten wir mit 1000enden Praktikern - Akustikern und Hörgeräteträgern - zusammen. Und orientieren uns immer daran, wie das Gehirn "Normalhörender" arbeitet - um dann für Hörgeminderte entsprechende audiologische Lösungen zu entwickeln.

      - Scannen der Umgebung: Ist die Grundlage für das räumliche und selektive Hören. Durch die Fähigkeit des selektiven Gehörs haben wir bis heute überlebt, weil wir (fast) immer dem bösen Wolf ausweichen konnten - somit ein großer evolutionärer Entwicklungssprung. Auf diesen sollten wir mit Hörsystemen nicht verzichten.

      - Geschlossen Versorgung: Finden nur wenige Menschen gut, z.B. Messtechniker. Weil natürlich so besserer Ergebnisse zu messen sind. Fragt man die Nutzer, so wünschen diese offene Ohren. Fragt man Oticon, so sagen wir - so offen wie möglich, so geschlossen wie nötig. (Ende der 1980iger Jahre hatten wir folgerichtig die ersten Geräte für offene Versorgung, die E43, wer die noch kennt:-))

      - K-Amp war "falsch herum Konstruiert"; weil er dann, wenn man sie brauchte (wenn es laut wurde), die Höhen absenkte. Was komfortabel war - aber die Sprachverständlichkeit absenkte. Deshalb haben wir zur gleichen Zeit Multi Focus entwickelt - mit linearer Verstärkung der Höhen, was für die damalige Zeit ein riesiger Sprung nach vor war - in Richtung Sprachverstehen und Bedienkomfort.

      Nun könnte ich lange weiter Schreiben - aber in der Kürze liegt die Würze

      Viel Grüße zu Weihnachten!

      Horst Warncke

    • Horst Warncke hat einen neuen Beitrag "Features - Ein Erklärungsversuch auf Prüfungsniveau" geschrieben. 27.06.2016

      Vielen Dank für die sehr gute Zusammenfassung!
      Eine kleine Korrektur zum RAUMKLANG:
      "Die Binaurale Signalverarbeitunge arbeitet in einem „ Body-Area-Network“ auf Basis von Near Field Magnetic Induction (NFMI) und lässt die Hörgeräte ständig mit einander kommunizieren."
      Vorteil von NFMI gegenüber Bluetooth ist eine sehr geringe Stromaufnahme, so das die Kommunikation ständig genutzt werden kann, ohne das die Batterie leidet.

    • Horst Warncke hat einen neuen Beitrag "Oticon Opn - IFTTT.com Szenarios" geschrieben. 08.06.2016

      Hallo Herr Most,

      immer noch auf Tour, jetzt in Leipzig:-)

      Zur Anpassung:
      Hier bieten wir ja mit den Klangbeispielen, die unter "Personalisierung" (vorher Kundenprofiel in Genie 1.0) aufgerufen werden, eine einfache Möglichkeit, den Kunden mit seinen ganz persönlichen Klangvorlieben einzubeziehen. Ohne lange oder komplizierte Messungen, sondern mit akustischen Beispiel. Wir empfehlen diese ohne Hörsysteme vor der Anpassung zu nutzen, so wie auch die audiometrischen Kenndaten ohne Hörsysteme aufgenommen werden.
      Damit wird zusammen mit dem Probanden eine Voreinstellung der komplexen Automatiken (YouMatic LX) vorgenommen, ohne das neue Messtechnik installiert oder zeitaufwändig genutzt werden muss.

      Wir haben die verschiedenen Features, sowie das gespammte System der Opn-Geräte mit hunderten von Probanden entwickelt, so das jeder Akustiker sicher sein kann, ein audiologisch wirksames System zu bekommen. Der Nutzen ist in diesen Studien nachgewiesen worden. Die jeweilige Wirkung für die Einzelfälle kann natürlich nicht vorhergesagt werden, aber tatsächlich - hier hilft "Probierts es, dann spürts es".

      Ich selbst teste schon seit Wochen die Technik und bin erstaunt, wie viel Hilfe mir als (fast noch) Normalhörenden mit Opn geboten wird. Darüber hinaus ist das Telefonieren - auch bei hoher Geschwindigkeit im Auto - eine Freude, und wesentlich entspannter als über die Freisprecheinrichtung des Autos (VW Sharan).

      Wir würden uns über die ersten Erfahrungsberichte der AkustikerInnen freuen - gerne auch aus dem Selbstversuch.

      Viele offene Grüße aus der Nacht,

      Horst Warncke

    • Horst Warncke hat einen neuen Beitrag "Oticon Opn - IFTTT.com Szenarios" geschrieben. 02.06.2016

      Danke dass schon so viele sich mit Opn beschäftigen!
      Einige kurze Anmerkungen:

      Alles was wir entwickeln, basiert immer auf langjährigen Forschungen, die in einem weltweiten Netzwerk von Wissenschaftlern rund um unser Forschungszentrum Eriksholm agieren.
      Und hier steht tatsächlich der Nutzen für den Menschen, speziell der audiologische Vorteil im Vordergrund.
      Das Richtmikrofone technisch/audiologisch einen Vorteil bieten, ist lange bekannt, wie genauso bekannt ist, das damit auch viel Nachteile erkauft werden.
      Hier nur einige Studien von führenden Audiologen, die sich mit den Nachteilen von Richtmikrofonen beschäftigen:
      Directionality makes it hard to orientate effectively in complex environments (Brimjoin et al 2014)

      Measurements show that relatively small head movements make sound level change a lot when using narrow directionality (Kuklasinski et al 2016)

      Narrow directionality only a viable solution when the environment is highly predictable (Best et al, 2015)

      Narrow directionality does not provide significant benefits over conventional directionality in many listening environments (Picou & Ricketts, 2015)

      Listeners do not like to use narrow directionality in daily life (Dillon, ISAAR 2015)

      Wir sind also nicht allein mit der Erkenntnis, das der "Tunnelblick" im Hören auch Probleme bereiten kann - wie im sonstigen Leben auch:-)

      Da ist also ein neuer Ansatz gefragt - und den liefert Opn mit dem OpenSoundNavigator. Dieser ermöglicht in alle Richtungen zu hören, wie es auch der Normalhörende kann - mit einer leichten Richtwirkung nach Vorne, ähnlich dem Pinna-Effekt der Normalhörenden.
      Da gleichzeitig 500 x pro Sekunde eine Analyse der akustischen Umgebung stattfindet, hat das Gerät genügend Daten um 125 x pro Sekunde über die Nullstellen der Mikrofone bis zu 32 Schallquellen die nicht Sprache sind, ausbalanciert zu reduzieren, so dass die Sprecher übrig bleiben. Dazu wird ein 2015 patentiertes Verfahren eingesetzt: Multiple Speaker Access Technology (MSAT). Darüber hinaus wird diffuser Lärm 500 x pro Sekunde reduziert, womit selbst in Sprachpausen eine weitere Befreiung von Störgeräuschen möglich ist.

      Die ganze Technik wird in einem Whitepaper beschrieben, an dem auch Prof. Jesper Jensen (Aalborg University), dem Patentinhaber von MSAT, als Autor beteiligt ist.
      In diesem Paper wird auch die beindruckend lange Literaturliste veröffentlicht, die jeden Aspekt vom OpenSoundNavigator wissenschaftlich belegt:

      A. S. Bregman, (1990), “Auditory Scene Analysis: The perceptual Organization of Sound”, Cambridge, MA: Bradford Books, MIT Press

      John E. Crews and Vincent A. Campbell, (2004), “Vision Impairment and Hearing Loss Among Community-Dwelling Older Americans: Implications for Health and Functioning”, 94:5, 823-829

      Stuart Gatehouse and William Noble, (2004), “The Speech, Spatial and Qualities of Hearing Scale (SSQ)”, InternationalJournal of Audiology, 43:2, 85-99

      Ruth A. Bentler (2005), “Effectiveness of Directional Microphones and Noise Reduction Schemes in Hearing Aids: A Systematic Review of the Evidence”, Journal of the American Academy of Audiology; 16:7, 473-484

      Stuart Gatehouse, Graham Naylor, and Claus Elberling, (2006), “Linear and nonlinear hearing aid fittings – 1. Patterns of benefit”, International Journal of Audiology; 45:130-152

      Yi Hu and Philipos C. Loizou,(2007), “A comparative intelligibility study of single-microphone noise reduction algorithms,”Journal of Acoustical Society of America, 122(3), 1777–1786

      Barbara G. Shinn-Cunningham, (2008), “Object-based auditory and visual attention”, Trends in Cognitive Sciences, 12:5, 182-186

      Barbara G. Shinn-Cunningham, and Virginia Best, (2008), “Selective Attention in Normal and Impaired Hearing”, Trends in Amplification, 12:4, 283-99

      Ulrik Kjems and Jesper Jensen, (2012), “Maximum likelihood based noise covariance matrix estimation for multimicrophone speech enhancement”, 20th European Signal Processing Conference (EUSPISCO/EURASIP 2012), 295-299

      Frank R. Lin, Kristine Yaffe, Jin Xia, et al., (2013), ”Hearing Loss and Cognitive Decline in Older Adults” JAMA Internal Medicine 173(4):293-299

      Kim M. Kiely, Kaarin Anstey, and Mary Luszcz, (2013). “Dual sensory loss and depressive symptoms: The importance of hearing, daily functioning, and activity engagement”. Front Hum Neurosci 7:837.

      W. Owen Brimijoin, William M. Whitmer, David McShefferty, and Michael A. Akeroyd, (2014), The Effect of Hearing Aid Microphone Mode on Performance in an Auditory Orienting Task, Ear and Hear, 35:5, e204-e212

      Elizabeth Beach, Tim Beechey, Jorg Buchholz, Harvey Dillon, Helene Glyde, Margot McLelland, Jorge Mejia, Mridula Sharma, Joaquin Valderrama, Richard Van Hoesel, Warwick Williams, and Ingrid Yeend, (2015). “Loss of speech perception in noise -causes and compensation”, International symposium on auditory and audiological research (ISAAR), Link to download

      Hélène Amieva, Camille Ouvrard, Caroline Giulioli, MSc, Céline Meillon, Laetitia Rullier, and Jean-François Dartigues, (2015), “Self-Reported Hearing Loss, Hearing Aids, and Cognitive Decline in Elderly Adults: A 25-Year Study”, J Am Geriatr Soc. 63(10):2099-104

      Jesper Jensen and Michael Syskind Pedersen, (2015), “Analysis of beamformer directed single-channel noise reduction system for hearing aid applications”, IEEE International Conference on Acoustics, Speech, and Signal Processing (ICASSP) 2015, 5728-32

      Das komplette Paper kann über die "MyOticon.de" runtergeladen werden.

      Dort wird auch beschrieben, das das Prinzip der sogenannten Minimum-
      Variance Distortionless Response Beamformer (MVDR) genutzt wird. Dieser Algorithmus wird in verschiedenen Systemen eingesetzt, um den Signal-Rausch-Abstand und die Detektion zu verbessern, wie z.B. im Radarsystem.

      Ihr seht, Opn ist nur möglich durch sehr viel Rechenleistung (1.200 Mops). Damit stehen die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft zur Anpassung bester audiologischer Konzepte den Akustikern zur Verfügung.
      Auf dem EUHA-Kongress werden ich über die Ergebnisse diverser Studien mit Probanden-Ergebnissen sprechen.

      Neben dieser neuen Leichtigkeit des Hörens, die Sprache in Sprache im Lärm wieder nutzbar macht, können wir für Opn feststellen:

      [b]20 % weniger Höranstrengung im Vergleich zu besten Hörsystemen (Alta2Pro)
      20 % mehr Merkfähigkeit
      30% mehr Sprachverstehen bei einem Zielsprecher und 4 Störsprechern.

      Und obendrauf gibt es noch die streamerfreie Übertragung von Audiosignalen, "Made for iPhoene" und die Verbindung in Internet!

      Wer mehr wissen möchte, kann gern noch zur RoadShow kommen, in ca. 20 Minuten starten ich z.B. in Würzburg unser Seminar zum Grenzenlosen Hören:-)






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