#1 Äquivalenter Recruitment- Test von Inuyahsina 26.10.2012 09:30

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Hallo :)

Ich habe mal eine Frage... Wir hatten ein Seminar und müssen darüber Fragen beantworten. Und unteranderem gibt es da folgende Frage, bei der ich nicht wirklich weiter komme:

"Was ist ein äquivalenter Recruitment- Test?"

Ich weiß das äquivalente Recruitment- Tests SISI und Lüscher sind, soweit bin ich auch, aber mir fehlt irgendwie das Verständnis dazu...
Wenn da stehen würde, NENNEN SIE, dann wäre das die Antwort, aber bei mir ist irgendwie der Knoten nicht geplatzt, ich sitze an der Frage schon seit mehreren Tagen... :( Kann mir jemand helfen und mir erklären? :/ Vielen Dank :)

Liebe Grüße InuyaSHina

#2 RE: Äquivalenter Recruitment- Test von OhrAkel 26.10.2012 17:42

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Fragestellung:
"Was ist ein äquivalenter Recruitment- Test?"

Definitionen:

äquivalent = gleichbedeutend

Recruitment = Lautheitsausgleich
Das Recruitment, der Lautheitsausgleich, ist ein Phänomen der äußeren Haarzelle und damit des Innenohres.

Positives Recruitment ist Hinweis auf eine Hörstörung im Bereich des Hörorgans = Innenohrschwerhörigkeit = Schallempfindungsstörung im Hörschnecken-Bereich (cochlear).

Negatives Recruitment (fehlendes Recruitment) ist Hinweis auf eine Schallempfindungsstörung oder Nervenstörung im retrocochleären Bereich

Mögliche Tests:
Beispiele sind der Short-Increment-Sensitivity-Index (SISI-Test), der Fowler-Test, die Lautheitsskalierung und der Lüscher-Test. Diese Tests haben durch Hirnstammaudiometrie (FAP, BERA) und Magnetresonanztomografie an Bedeutung verloren. Eine neuere psychoakustische Messung, die auch ein Recruitment erkennen lässt, ist die kategoriale Lautheitsskalierung.

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Quelle:
Wikipedia, Abfrage 26.10.2012, http://de.wikipedia.org/wiki/Recruitment

Überschwellige Diagnostik, Ernst Lehnhardt, Thieme Verlag, 9. Auflage, Seite 53 ff, http://books.google.de/books?id=bJnR_YQ3...enttest&f=false

Des weitern könnte dich dieses Dokument interessieren:
Hördiagnostik für die rehabilitative Audiologie (Birger Kollmeier / Oldenburg)
Quelle: http://medi.uni-oldenburg.de/download/do...6_Kollmeier.pdf




-> Konnte ich deiner Frage gerecht werden? Wenn nicht, bitte genauer definieren, was genau erklärt werden soll. Sind es die Grundlagen oder stellt sich bei dir ein spezielles Verständnisproblem ein?

#3 RE: Äquivalenter Recruitment- Test von Inuyahsina 11.11.2012 12:30

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Nein das passt schon so :) Vielen Dank :)

#4 RE: Äquivalenter Recruitment- Test von AL/PK-Lehrer 05.12.2012 20:08

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Hallo,

der einzige Test, der tatsächlich auch das Recruitment untersucht, ist der Fowler-Test. Er wird daher als echter Recruitment-Test bezeichnet. Andere überschwellige Tests prüfen das Recruitment nur indirekt (z.B. Lüscher-Test, SISI-Test, Langenbecksche Geräuschaudiometrie) und gelten daher als recruitment-äquivalente Tests. SISI und Lüscher-Test beziehen sich auf Pegelunterschiedsschwellen (in der wissenschaftlichen Literatur als Intensity Difference Limen bezeichnet, d.h. Intensitätsunterschiedsschwelle), die Langenbecksche Geräuschaudiometrie ermittelt die Mithörschwelle.

Interessanterweise wurde die Langenbecksche Geräuschaudiometrie vor einiger Zeit von Prof. Moore (Cambridge) aufgegriffen, um ein ganz anderes audiologisches Phänomen zu testen: das Vorliegen von dead regions (tote Regionen in der Cochlea). Der Test erlebt derzeit als "TEN-Test" ein Revival. TEN= Threshold Equalizing Noise; gemeint ist die Mithörschwelle. Nach Prof. Moore liefert sie einen Hinweis, ob eine dead region vorliegen könnte. Allerdings relativiert Prof. Kießling (Gießen) die Zuverlässigkeit der Mithörschwelle als audiologischer Marker für dead regions. Die Testergebnisse seien in weniger als 80% der Fälle korrekt.

Viele Grüße

zum TEN-Test
http://www.hearingreview.com/practice-ma...-the-tenhl-test

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